Ich bin Vanessa.

Fotografin zwischen Moos, Licht und Stille.

Ich hatte als Kind meistens Erde unter den Fingernägeln.
Und ehrlich gesagt hat sich daran nichts geändert.


Ein Teil von mir ist immer noch dieses Waldmädchen.

Meine Taschen waren voller Steine, Moos
und Schneckenhäusern.

Nachts sind sie aus meiner Jackentasche gekrochen
und die Wand hochgeklettert.
Ich fand es großartig.

Ich habe schon immer zwischen den Zeilen gelesen.
War zu feinfühlig für manches. Zu "still" für andere.

Heute weiß ich, dass ich auf meine Wahrnehmung zählen kann.
Sanft heißt nicht schwach.

Blumen und Waldpflanzen waren mir wichtiger als Pausenhofdramen.
Ich wollte wissen, wie etwas wächst,
wie es riecht, wie es sich anfühlt.

Vielleicht fotografiere ich deshalb nicht die Oberflächen.

Ich trage lieber Kleider als Hosen.
Ich heule bei schottischer Musik.
Und ja, ich sitze manchmal barfuß im Gras,
mit einem Glas Wein in der Hand,
und stoße innerlich auf all die Frauen an,
die sich wieder ernst nehmen.

Ich kenne diesen kritischen Blick in den Spiegel.
Und ich habe gelernt, ihm nicht mehr alles zu glauben.
Mein Körper ist kein Projekt.
Er ist mein Zuhause.

Ich habe tiefen Respekt vor jeder Frau, die vor meiner Kamera steht.
Vor ihrem Weg.
Vor ihrem Körper.
Vor ihrem Mut, sichtbar zu sein.

Deshalb ist Portraitmagie mein Weg.

Eins weiß ich ganz sicher: 
Ich will das Leuchten von Frauen bewahren.




Genug über mich. 

Jetzt geht es um dich.